Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. kaum ein Beruf, in dem man heute noch ohne Computer auskommt. Wir alle arbeiten flexibler, mobiler. Eine Situation, die sich kriminelle Hacker zunutze machen. Die sprunghaft angestiegenen Fälle von Cyber-Kriminalität sprechen eine deutliche Sprache. Umso wichtiger ist es, auf die wachsende Bedrohung zu reagieren und sich dem Thema Cyber-Sicherheit intensiv zu widmen.
Doch sind auch Handwerksbetriebe betroffen?
Die klare Antwort: JA!
Aber was genau versteht man eigentlich unter einer Cyber-Attacke?
Kurz gesagt: Immer dann, wenn rechtswidrig und unzulässig auf Ihre Programme, digital gespeicherten Daten oder Ihre Website zugegriffen wird, ist das als Cyber-Attacke zu werten. Eingeschleuste Schadsoftware spielt dabei oft eine wesentliche Rolle. Gelangt sie beispielsweise als E-Mail-Anhang - auf Ihre Rechner, kann schnell Ihre gesamte IT infiziert sein. Oft mit gravierenden Folgen: von der Blockierung oder Löschung von Daten und Programmen bis zur Nichtverfügbarkeit Ihrer Website.
Zwei Beispiele: Sie erhalten per E-Mail eine ,,Initiativ-Bewerbung´´ für eine Büroarbeitskraft. Im PDF-Anhang ist ein Trojaner versteckt, der sich beim Öffnen der PDF selbst installiert und die IT im Betrieb lahmlegt. Eine komplette Neuinstallation ist nötig, die IT ist drei Tage nicht nutzbar.
Zweites Beispiel: Hacker verändern die Kontodaten auf Ihren ausgestellten Rechnungen und leiten so die Überweisungen Ihrer Kunden um. Ihnen entsteht ein erheblicher Vermögensschaden.
Welchen Schutz gibt es gegen Cyberattacken? Im Betrieb sollten für die IT-Sicherheit Mindeststandards eingeführt werden.
- Seien sie skeptisch! Immer!
- Trennen Sie private und geschäftliche Daten.
- Verwenden Sie starke Passwörter (nicht start123, admin, Passwort, 123456 etc.)
- Verwenden Sie unterschiedliche Passwörter
- Ändern Sie Standardpasswörter z.B. auf Routern
- Trennen Sie private und geschäftliche Passwörter
- Machen Sie regelmäßig Updates
- Sichern Sie Ihre mobilen Geräte
- Sichern Sie Ihre Daten
- Halten Sie Ihre Software und Firmware aktuell
Diese Maßnahmen sind sind natürlich keine Garantie. Ein Cyberangriff auf Handwerksbetriebe kann hohe Schäden verursachen. Diese Kosten können über eine Cyberversicherung abgesichert werden. Dieser Schutz ist mittlerweile genauso wichtig wie die Betriebshaftpflicht.
Folgende Kosten werden mit der Cyberversicherung abgesichert:
- Betriebsunterbrechung (Mehrkosten, auch durch Cloud-Ausfall)
- Sachverständigenkosten
- Wiederherstellungskosten
- Datenschutzverletzungen
- Reputations-/Krisenmanagement (sublimiert)
- Erpressung (sublimiert)
- Betriebsunterbrechung (Ertragsausfall, auch durch Cloud-Ausfall)
- Internet-Betrug (auch durch TelefonHacking, Manipulation der Website, Fake President)
- Cyber Haftpflicht
- PCI-DSS-Vertragsstrafe (sublimiert)
- NEU: Vertragliche Schadenersatzansprüche (sublimiert)
Bei digitalen Risiken ist schnelles Handeln und das sofortige Einleiten der richtigen Maßnahmen unerlässlich. Hier bietet AXA umfassende Unterstützung, damit der Handwerksbetrieb schnellstmöglich wieder handlungsfähig wird. Besonders hervorzuheben sind die Präventions-Maßnahmen zur Aufklärung der Mitarbeitenden, damit es gar nicht erst zu einem Schaden kommt.
Autor: Stefan Heidemann, AXA
Die AXA Geschäftsstelle Heidemann & Oeser OHG ist Kooperationspartner der Maler- und Lackiererinnung Berlin

